Bremer Webmontag, die Dritte

Der dritte - und für dieses Jahr letzte - Bremer Webmontag liegt hinter uns, es folgt ein kleiner Rückblick.

Wenn man sich die Teilnehmerliste im Wiki am Montag Nachmittag angeguckt hat, durfte man in freudiger Erwartung feststellen, dass sich über 90 Teilnehmer eingetragen hatten - wow! Schon bei den letzten Webmontagen war die Beteiligung sehr gut, aber diese Zahl hätte es dann wieder einmal getoppt. Komischerweise waren jedoch nur ca. die Hälfte der angemeldeten Personen da, was sich allerdings als positiv hervorheben lässt - wären darüber hinaus noch Leute gekommen, hätten sie keinen vernünftigen Platz mehr bekommen. Leider musste der Webmontag dieses Mal in einem deutlich kleineren Raum stattfinden, da die anderen Räume im Designzentrum zur Zeit durch Ausstellungen belegt sind.

Unglücklich an diesem Umstand war, dass wir in dem Raum weder Zugang zum Internet noch wirklich viel Platz vor der Leinwand hatten - dadurch entfiel auch das Rednerpult, was aber (um es mal positiv zu sehen) eine Nähe zum Publikum mit sich brachte.

Den ersten Vortrag des Abends hielt Arne Kriedemann zum Thema „Die Kehrseite von Web 2.0: Kritik in und an einem webbasierten Netzwerk (openBC/XING) und ihre viralen Folgen“. Mit insgesamt 123 Folien schilderte er seine Erfahrung bezüglich des Community-Managements bei openBC, blieb dabei aber sehr sachlich, was bei der Thematik nicht unbedingt als gegeben genommen werden sollte ;) Als Fazit verwies er auf die Community-Fibel, die Werbeblogger Patrick Breitenbach damals als Reaktion auf das PR-Desaster veröffentlichte und die hier auch nochmal jedem der sie noch nicht kennt angeraten sei.

Im zweiten Vortrag sprach Robert M. Albrecht von T-Systems über „Wikis im unternehmensinternen Einsatz“. Sehr interessant, da der Vortrag viele Erfahrungsberichte enthielt.

Als drittes waren Sören und ich an der Reihe und betrieben etwas Propaganda für OpenID. Leider konnten wir auf Grund des fehlenden Netzzugangs keine Demonstration zeigen - ich denke dadurch wäre es wesentlich anschaulicher geworden und das dahinter liegende Potential noch besser rausgekommen. Nichtsdestotrotz gab es dazu anschließend eine nette Diskussion und ich denke, dass alle ungefähr wissen, worum es dabei geht ;) Die Folien zum Vortrag gibt es natürlich auch - wer es nicht mitbekommen hat, sich aber näher dafür interessiert, findet in unserem dritten Podcast eine kleine Einführung zu OpenID.

Den vierten und letzten Vortrag hielten Matthias Bröcheler und Christoph Lange von der Internationalen Universität Bremen. Sie stellten KWARC, eines ihrer Forschungsprojekte vor - dabei geht es um eine Dokumentenstruktur zur semantischen Aufbereitung von Daten. Auch dieser Vortrag war sehr gut, fachlich jede Menge interessantes dabei und in der darauf folgenden Diskussion wurden das semantische Web und das Web2.0 gegenübergestellt: Sind es die genauen Gegensätze oder können sie sich gegenseitig ergänzen? Reden wir im Web3.0 dann über ein Netz, in dem User semantisch ausgezeichneten Content generieren?

Nach all dem Lob zu den Beiträgen, sei vielleicht auch noch etwas negatives zur Organisation angebracht: Ich fand es sehr schade, dass nach den Vorträgen direkt Schluß war und man nicht wirklich die Gelegenheit hatte, sich anschließend noch zu unterhalten. Grade das Socializing und Leute treffen ist es, was solche Veranstaltungen irgendwie ausmacht und nicht nur das Anbieten von Vorträgen bringt den Mehrwert. Ich fand den ersten Webmontag sehr gut, wo wir noch eine Stunde später über einzelne Themen geredet haben - vielleicht sollte man dem wieder mehr Platz einräumen.

Wer sich außerhalb des Webmontag auch gerne fachlich zum Web unterhalten möchte, der sollte sich Mittwoch, den 13.12. in seinem Kalender frei halten, denn dann findet das Zweite Bremer Geektogether statt - Termin für der nächste Webmontag ist übrigens der 27 22.01.2007.

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