Agile Gruppe Bremen: Scrum Vortrag

Im Anschluß an unseren dritten Podcast haben Sören und ich uns aufgemacht und sind ins Viertel geradelt, um beim Treffen der Agilen Gruppe Bremen dem Vortrag von Andreas Schliep zu Scrum zu lauschen.

Mit Andreas Schliep von der Firma SPRiNT iT, haben Arthur und Jens von der Agilen Gruppe jemanden geholt, der als zertifizierter Scrum-Master und mit der Erfahrung aus vielen agilen Projekten berichten konnte. Diesen Einblick in den praktischen Einsatz wollten sich ca. 25 Teilnehmer nicht entgehen lassen und so kam es, dass diese ungewöhnlich große Runde gespannt den folgenden Ausführungen zuhörte.

Der Vortrag begann mit einer sehr guten Einführung zu Scrum und dauerte ca. zwei Stunden. Es hat sich gelohnt anwesend gewesen zu sein, denn es gab viele kompetenten Informationen zu Scrum im praktischen Einsatz. Vor allem interessant, weil sich ein großer Teil der Diskussion um die Frage drehte, die ich auch vor einiger Zeit schon gestellt hab: Ist Agilität in Kundenprojekten anwendbar? Das Thema schien viele der Anwesenden zu beschäftigen und so erhielten wir auch ein paar Antworten auf die Frage nach dem wie.

Kunden für die agile Entwicklungsprozesse gewinnen

Der große Pluspunkt agiler Entwicklung ist die Transparenz: Nicht nur, dass der Kunde zu jeder Zeit den Stand seines Produkts kennt - er kann auch davon ausgehen, dass er informiert wird, sollte das Verfehlen des Ziels der Iteration erkannt werden. Dadurch kann auf eventuell auftretende Schwierigkeiten direkt reagiert werden und setzt sich nicht der Gefahr aus, Zeit zu verschwenden.

Dieser Vorteil kommt insbesondere zum tragen, sollten Mitbewerber mit ähnlichen Produkten auf dem Markt sein: Nehmen wir an, ein Kunde gibt ein Produkts in Auftrag, dessen Entwicklung sich über einen längeren Zeitraum - beispielsweise ein Jahr - erstreckt. Ein halbes Jahr später bringt ein Mitbewerber sein Produkt raus, welches sinnvolle Features enthält und die bei den Planungen des Kunden nicht berücksichtigt wurden. Sicherlich möchte der Kunde nun direkt auf diese Umstände reagieren und diese (oder ähnliche) Features auch in seinem Produkt haben und nicht noch ein halbes Jahr auf etwas warten, was dann eh keiner mehr kaufen möchte.

Angesprochen wurde unter anderem auch, dass aktuell eine der größten Schwierigkeiten die Vertragsgestaltung agiler Projekte ist. Da sich Releasedate und Budget nur schwer punktgenau kalkulieren lassen, dürfte es an dieser Stelle auch wieder besonderes Vertrauen vom Kunden abverlangen. Grade gestern habe ich gesehen, dass es auf den XPDays in Hamburg auch etwas zu agiler Vertragsgestaltung zu hören geben wird. Ich bin noch am überlegen, ob ich mich am 24. November in Richtung Hamburg begebe, interessant wär es allemal und für die Veranstaltung gibt es auch einen Studententarif ;)

Als abschließenden Hinweis für alle Interessierten: Am kommenden Dienstag (14. November) findet bei T-Systems in Bremen ein Vortrag von Christian Setzwein „Über den wirtschaftlichen Nutzen von Agilität“ statt (Gesellschaft für Informatik, Regionalgruppe Bremen Oldenburg). Die Anmeldefrist läuft allerdings heute ab!

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