Bremer Webmontag - die Zweite

Gestern Abend fand der zweite Webmontag in Bremen statt und es war - wie schon beim ersten Mal - ganz schön voll. Thematischer Rahmen waren „Onlinemedien im Wandel der Zeit“ - Themenschwerpunkt Blogs, also weniger technisch und auch für Nichtgeeks greifbar.

Steilpass. Großereignisse als Multiplikator für Blog-Konzepte im WM-Jahr

Den ersten Vortrag hielten die Herren Gloystein und Hornemann und es ging um den Fanfaktor Fußball-Blog. Nach Björns Einführung und kleinen Anekdoten um das noch recht junge Blog (Start im Januar 2006) sagte Tim etwas zu den verwendeten Plugins. Dabei ging es hauptsächlich um Erweiterungen, mit denen sich die Popularität des Blogs steigern lassen - vielleicht stellen die beiden die Liste ja nochmal ins Wiki.

Was mir bei dem Vortrag ein wenig fehlte, war die im Titel angekündigte Auseinandersetzung mit dem Thema „Großereignisse als Multiplikator für Blog-Konzepte im WM-Jahr“ - da hätte ich gern mehr zu den Erfahrungen gehört, zu mal die beiden auch sicher was zu berichten gehabt hätten - zu WM-Zeiten stand der Feedreader kaum still, da sie sich mächtig ins Zeug legten mit Beiträgen und Fanfaktor wurde ja relativ schnell für den Deutschen Multimedia-Award nominiert.

Was mir allerdings sehr gut gefiel, waren Björns persönliche Ansichten zum Thema Blogging und auch sein finaler Ratschlag an Leute, die ein Corporate-Blog betreiben oder den Einsatz von Blogs in der Geschäftswelt andenken - nämlich das Blog nicht als ein weiteres Werkzeug der Marketing- und Pressemitteilung zu sehen und es zu benutzen, um Pressemitteilungen herauszugeben, sondern es einzusetzen, um einen wirklichen Mehrwert für Kunden zu schaffen. Auch dazu würde es mich freuen, wenn da wenigstens stichpunktartig noch Inhalte im Wiki landen würden.

Ein Online-Stadtmagazin im permanenten Wandel

Der zweite und längste Vortrag wurde von Hermann-Marcus Behrens gehalten: Er hatte viel Interessantes rund um sein Bremer Stadtportal citybeat zu erzählen und wie es sich mit den Jahren entwickelt und verändert hat. Da ich citybeat schon sehr lange lese, fand ich es echt spannend, mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu werfen und auch hier und da ein paar Anekdoten zur Entwicklung des Portals zu hören. An dieser Stelle muss man allerdings auch sagen, dass durch das Beantworten der Zuschauerfragen während des Vortrags und das Eingehen auf Einzelheiten der Vortrag etwas vom Thema abrutschte und sehr lang wurde. Meinetwegen hätte der Vortrag auch noch länger dauern können, aber so fehlte nach einer Dreiviertelstunde dann einfach die Zeit, um noch den Rest der geplannten Themen anzusprechen. So wie Sebastian hätte ich ebenfalls gerne ein paar Worte zu eingesetzten Techniken gehört - leider wurde dann doch zu sehr auf den Einsatz von Google Maps und Analytics eingegangen. Scheinbar haben einige der Anwesenden die Tools zum ersten Mal gesehen und waren dann doch sehr erstaunt über die Tatsache, dass man anhand der IP Adresse die Besucher recht genau ihrem Wohnort zuordnen kann ;)

Wandelndes Selbstverständnis eines Zeitungsverlags

Roland Riethmüller, Produktmanager Online der Nordwest-Zeitung/Nightloop hielt zu fortgeschrittener Stunde dann Vortrag Nummer drei: Leider wurde ihm durch die Uhrzeit nicht mehr die volle Aufmerksamkeit zu Teil, da sich einige Gäste in der Pause vor dem Vortrag verabschiedeten. Eigentlich sehr schade für sie, denn auch dieser Vortrag war interessant und vor allem gut vorbereitet - vielleicht hätte man diese Präsentation an den Anfang stellen sollen, denn es gab eine gute Zusammenfassung des Kernthemas „Onlinemedien im Wandel der Zeit“ und man merkte, dass Herr Riethmüller wusste, wovon er da berichtete (auch da wäre es schön, die Folien ins Wiki zu stellen).

Nach der Einführung wurden neue Funktionen im Portal nightloop vorgestellt und anschließend gab es ein paar Fragen zur Zukunft der Tageszeitung im Zeitalter Digitaler Medien. Hier wäre eine Diskussion sicher interessant gewesen, da Herr Riethmüller sicher viel dazu hätte erzählen können, aber gegen ca. 22 Uhr sollten die Pforten dann auch langsam geschlossen werden.

Abschließend gab es noch kurz die Gelegenheit, sich mit anderen Gästen zu unterhalten (Eckhard empfahl mir wärmstens jQuery und klärte mich über die Umgewöhnungstücken auf, die bei meinem kurz bevorstehenden Switch auf Mac-User-Dasein auftreten können), bevor dann endgültig das Licht ausging.

Der dritte Bremer Webmontag wird übrigens am 27.11. sein, Themen gibt es bisher keine - fühlt euch frei selbst etwas vorzutragen, es darf auch aus meiner Sicht gern wieder etwas technischeres dabei sein :)

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